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© Marco Sensche

Marion Elskis

Schauspielerin

Marion Elskis ist Schauspielerin, Sprecherin, Sängerin und Autorin. Seit mehr als vier Jahrzehnten steht sie auf der Bühne und hat in dieser Zeit ein vielseitiges Repertoire entwickelt, das von klassischen Dramen über zeitgenössische Theaterstücke und Komödien bis hin zu Musical und Musikprojekten reicht. Am Insel Theater ist sie aktuell als Maud in „Der Abschiedsbrief“ von Audrey Schebat zu erleben.

Ihre Schauspielkarriere umfasst mehr als 30 Hauptrollen an unterschiedlichen Theatern. Zu ihren markanten Bühnenfiguren gehören unter anderem Blanche in Tennessee Williams‘ „Endstation Sehnsucht“, Irina in Tschechows „Drei Schwestern“, Marina in „Frau Müller muss weg“ von Lutz Hübner und Ines in Yasmina Rezas „Drei Mal Leben“. Für ihre Darstellung der Irina wurde sie mit dem Boy-Gobert-Preis als beste Nachwuchsschauspielerin ausgezeichnet.

Am Insel Theater steht Marion Elskis gemeinsam mit Stephan Wapenhans in „Der Abschiedsbrief“ auf der Bühne. Als Maud verkörpert sie eine Pianistin, die nach Hause zurückkehrt und ihren Ehemann Julien unerwartet mit seinen Plänen konfrontiert. Die beiden sind seit 30 Jahren verheiratet und verbringen eine Nacht, in der sie ihre gemeinsame Geschichte, ihre Liebe und ihre Enttäuschungen neu betrachten. Zwischen Wut, Leidenschaft, Humor und schmerzhaften Erinnerungen entwickelt sich ein intensives Kammerspiel über die großen Fragen einer langen Beziehung.

Die Rolle der Maud verbindet viele Facetten, die Marion Elskis‘ Schauspiel prägen: emotionale Genauigkeit, komödiantisches Gespür und eine unmittelbare Nähe zum Publikum. Für sie entsteht Theater vor allem im direkten Kontakt zwischen Schauspielerin und Zuschauer. Präzision und Timing sind dabei ebenso wichtig wie die Fähigkeit, einen Moment auf der Bühne lebendig und spontan wirken zu lassen.

Neben ihrer umfangreichen Theaterarbeit ist Marion Elskis seit vielen Jahren als Sprecherin und Synchronsprecherin tätig. Ihre Stimme ist in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen, Hörspielen und Hörbüchern zu hören. Zu ihren bekannten Synchronarbeiten gehört unter anderem Holly in der Serie „King of Queens“. Auch in Fernsehproduktionen wie „Großstadtrevier“, „Jerks“ und weiteren Serien und Filmen war sie als Schauspielerin zu sehen.

Ein weiterer Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit ist die Musik. Elskis war als Sängerin und Bandleaderin aktiv und ist auch als Solokünstlerin tätig. Ihre musikalischen Arbeiten beschäftigen sich mit persönlichen und gesellschaftlichen Themen, mit Liebe, Vergänglichkeit, Sehnsucht und dem Älterwerden. Dabei verbindet sie ihre Erfahrung als Schauspielerin mit einer sehr persönlichen musikalischen Ausdrucksform.

Auch als Autorin hat Marion Elskis eigene Theaterstoffe entwickelt. Gemeinsam mit Heike Falkenberg schrieb sie die schwarze Komödie „Whiskey & Sugar“, die an verschiedenen Theatern in Deutschland und Österreich aufgeführt wurde. Humor, menschliche Schwächen und die kleinen Absurditäten des Alltags spielen darin ebenso eine Rolle wie Hoffnungen, Ängste und die Frage, was Menschen antreibt.

Darüber hinaus arbeitet Elskis als Produzentin und engagiert sich für Theaterprojekte mit gesellschaftlicher und historischer Bedeutung. Besonders verbunden ist sie mit „Der Prozess des Hans Litten“, in dem die Geschichte des jüdischen Rechtsanwalts Hans Litten und sein Widerstand gegen den Nationalsozialismus erzählt werden. Elskis übernahm nicht nur die Hauptrolle der Irmgard Litten, sondern auch die Produktion des Stücks und brachte es an verschiedene Theater, Gedenkstätten und historische Orte.

Ihre künstlerische Arbeit bewegt sich damit zwischen Schauspiel, Musik, Synchronisation, Autorenschaft und Produktion. Dabei verbindet sie unterschiedliche Formen des Ausdrucks mit einer klaren Leidenschaft für das Theater und für Figuren, die nicht nur unterhalten, sondern das Publikum auch berühren und zum Nachdenken bringen.

Vergangene Inszenierungen

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