Anne Struve ist Schauspielerin und seit vielen Jahren eng mit der freien Theaterszene Magdeburgs verbunden. 2011 kam sie zum Theater an der Angel und stand dort erstmals auf der Bühne. Aus den ersten Rollen entwickelte sich eine langjährige künstlerische Verbindung mit dem Haus, das für sie zunehmend zu einem wichtigen Ort ihres eigenen Theaterschaffens wurde.
Seit Januar 2025 führt Anne Struve gemeinsam mit Frank Struve die traditionsreiche Spielstätte in der Zuckschwerdtschen Villa weiter. Aus dem Theater an der Angel wurde das Insel Theater, ein neuer Name und zugleich ein neues Kapitel an einem Ort, dessen Geschichte eng mit der freien Theaterszene Magdeburgs verbunden ist. Dabei geht es den beiden nicht allein um die Fortführung einer bestehenden Tradition, sondern auch darum, dem Haus eine eigene künstlerische Handschrift und neue Perspektiven zu geben.
Als Schauspielerin ist Anne Struve in unterschiedlichen Inszenierungen zu erleben. Eine besondere Verbindung hat sie zur Soloinszenierung „Die Koffer voll von Sehnsucht“, in der sie Mascha Kaléko verkörpert. Der Theaterabend erzählt das bewegte Leben der Berliner Dichterin ausschließlich aus deren eigenen Gedichten und Briefen. Struve führt das Publikum dabei durch Kalékos Leben zwischen dem Berlin der 1920er und 1930er Jahre, dem Nachkriegs-New York, Jerusalem und Europa. Die Inszenierung verbindet biografische Geschichte mit Kalékos eigenwilligem Humor und ihrer poetischen Sprache.
Auch in der Neuinszenierung von Oscar Wildes „Das Gespenst von Canterville“ ist Anne Struve auf der Bühne zu erleben. Mit dieser Produktion knüpft das Insel Theater zugleich an die Geschichte des Ortes an: Bereits 2001 wurde „Das Gespenst von Canterville“ in der damals noch stark beschädigten Zuckschwerdtschen Villa gespielt – eine Inszenierung, aus der sich schließlich die dauerhafte Spielstätte des Theater an der Angel entwickelte.
Heute verbindet Anne Struve ihre Arbeit als Schauspielerin mit der Verantwortung für das Insel Theater. Gemeinsam mit Frank Struve gestaltet sie damit nicht nur einzelne Theaterabende, sondern auch die Zukunft eines Hauses, das von Beginn an durch die Nähe zum Publikum, die besonderen Räume und die Arbeit freier Theatermacher geprägt ist.









